Es war wieder eine besonders gelungene CDA-Veranstaltung, zu der Gottfried Schmidt als Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) des Schwarzwald-Baar-Kreises Mitglieder der CDA, der CDU und interessierte Freunde in die Räumlichkeiten der AOK nach Villingen-Schwenningen eingeladen hatte. Gastredner war Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl.

Obwohl 31 angemeldete Gäste durch die grassierende Erkältungswelle ihre Teilnahme absagen mussten, nahmen dennoch ca. 70 Gäste an der Jubiläumsveranstaltung die Gelegenheit wahr, den Vortrag "Gute Politik für gute Arbeit - gemeinsam für die Menschen im Land" von Thomas Strobl zu verfolgen und anschließend mit ihm darüber zu diskutieren.

Nach seiner Begrüßung ging der CDA-Kreisvorsitzende Gottfried Schmidt in einleitenden Worten auf die Historie und die Erfolgsgeschichte der jährlichen Ascherdonnerstags-Veranstaltungen ein und freute sich über die namhaften Referenten, die in den vergangenen Jahren von- Siegfried Kauder über Ministerpräsidenten a.D. Erwin Teufel, Karl Rombach MdlL, Thorsten Frei MdB und Justizminister Guido Wolf MdL den CDA-Ascherdonnerstag als Gastredner mit gestaltet hatten. Als Sahnehäubchen bezeichnete Schmidt seine aktuelle 10. Ascherdonnerstags-Veranstaltung mit dem CDU-Landesvorsitzenden und stellvertretenden Ministerpräsidenten Thomas Strobl, die allerdings auch die letzte dieser Art gewesen sein dürfte, wie der CDA-Kreisvorsitzende bereits in der letzten Hauptversammlung angekündigt hatte.

AOK-Geschäftsführer und Hausherr Klaus Herrmann hieß die Anwesenden ebenfalls in den Räumlichkeiten der AOK willkommen und skizzierte einige gesundheitspolitische Aspekte aus Sicht der Krankenkasse.
Nach einem Grusswort von Karl Rombach MdL widmete sich Innenminister Thomas Strobl dem Thema des Abends. Er berichtete zunächst von seinem Besuch bei der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen, die er als ein richtiges Juwel nicht nur für die Stadt, sondern für ganz Baden-Württemberg bezeichnete und bekräftigte, dass die Einrichtung einziger und zentraler Standort der Hochschulausbildung sei und bleibe. "Mehr Polizei auf der Strasse gibt es nur mit mehr Polizei!" betonte der Innenminister. Die bevorstehenden Rekorde bei der Zahl der Studierenden aufgrund der grössten Einstellungsoffensive, die es je gab, sei eine hohe Herausforderung für die Mitarbeiter der Hochschule und Strobl unterstrich, dass angehende Polizisten von Polizisten ausgebildet würden. "Aber wir schaffen das!" beendete Strobl diesen Themenkomplex.

Sodann ging der Referent auf den Bereich der Digitalisierung und der florierenden Wirtschaft ein, Voraussetzungen für ein gutes Leben.

So seien Industrie und Mittelstand im Maschinenbau Weltspitze, auch wenn man die Konkurrenz spüre. Entscheidend sei beispielsweise, wo das Auto der Zukunft gebaut werde, in Asien oder bei uns in Deutschland, wo es erfunden wurde. Der technische Fortschritt schreite immer schneller voran und die meisten Besucher würden es noch erleben, nicht mehr selbst Auto fahren zu müssen.

Der Innenminister ging sodann auf die gute wirtschaftliche Lage in Baden-Württemberg ein, wo man sich über eine gute Beschäftigungslage freuen kann. Von 180 Innovationsregionen in Europa nimmt Baden-Württemberg den 1. Platz ein und Strobl forderte als weiteres Ziel, Baden-Württemberg müsse die digitale Leitregion in Deutschland werden. Das Land habe 1 Mrd. € in den digitalen Ausbau gesteckt und das schnelle Internet soll es nicht nur in den Städten geben, sondern überall im ländlichen Raum bis hin zum letzten Schwarzwaldhof. Strobl bedauerte allerdings, dass die Bündelung der digitalen Aktivitäten nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurden.

Von der im Anschluss an den Vortrag vorgesehenen Diskussion mit dem Referenten machten die Besucher lebhaften Gebrauch.

Dabei ging es vor allem um die sprudelnden Steuereinnahmen, um Überschüsse bei Krankenkassen und bei der Agentur für Arbeit einerseits und dennoch erheblichen Einkommensproblemen vieler Beschäftigter durch Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge andererseits.

Es ging weiter um feste Anstellungsverträge für eine verlässliche Lebensplanung, um Problembereiche im Gesundheitswesen und um personelle und materielle Verbesserungen im Pflegebereich.

Die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD, an denen Strobl in Berlin teilgenommen hatte, waren ebenso Diskussionsthemen wie die positiven Impulse in der Landesregierung durch die zwei neu in das Kabinett geholten CDU-Ministerinnen.

Am Ende der Veranstaltung dankte CDA-Kreisvorsitzender Gottfried Schmidt den Besuchern für ihr Kommen, den Diskutanten für ihre zahlreichen Wortmeldungen, den Repräsentanten der AOK für ihre Gastfreundschaft und dem Referenten des Abends für seinen engagierten Vortrag. Als besonderes "Danke schön" erhielt Innenminister Thomas Strobl von Gottfried Schmidt ein besonderes Geschenk aus Schokolade: Wanderschuhe symbolhaft für eine gute Ausrüstung bei beschwerlichen Wegen in der Zukunft.

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